Wie sieht es in deinem Herzen aus? - OpenAir Gottesdienst in Falkensee

Bei wunderbarem Wetter und guter Laune wurden wir mit einem Gotteserleben der besonderen Art gesegnet. 

Nach einem ganzen Jahr Planung unseres Gemeindegremiums war es wieder soweit: Wir feierten einen besonderen Gottesdienst und tauschten Kirchenschiff mit Himmelszelt und Zugluft mit Sonne im Gesicht und frischem Wind im Haar.

Bereits am Vortag wurde die Technik aufgebaut und getestet, ein Segen, denn dadurch konnte noch schnell ein anderes Klavier organisiert werden. Am Sonntag also wurde der Außenbereich des Restaurants „Hexenhaus“ im Poetenweg in Falkensee umgestellt und schnell wurde daraus ein Ort geschaffen, an dem viele Geschwister der Gemeinde Gottesdienst feiern können.

Es mussten Bänke und Stühle gestellt werden, der Altar platziert und die Blumendeko angebracht werden. Für den Chor wurde eine Ecke eingerichtet und auch das Klavier, dass zugleich als Orgel fungierte, musste einem Technikcheck unterzogen werden. Gegen 10 Uhr trafen so langsam die ersten Geschwister ein und konnten dank einiger Sonnensegel und aufgestellter Schirme im Schatten Platz nehmen. Die Sonne lachte und ein laues Lüftchen wehte als dann der Gottesdienst mit dem Wort „Du sollst nicht töten“ (2. Mose, 20 Vers 13) um 11 Uhr begann.

Ein paar Gedanken aus der Predigt unseres Vorstehers möchten wir Euch nicht vorenthalten und fassen diese hier kurz zusammen.

Wir können gewiss sein, dass Gott mit uns ist, in seiner Liebe. Gott sieht uns in allen Details. Wir können fühlen, dass Gott uns liebt und für uns da ist. Gott sieht dich und mich, weil er weiß, was aus uns werden wird. Das Bibelwort ist nicht dafür gemeint, unsere Gemeinde zu maßregeln! Haben wir die Gebote vielleicht falsch interpretiert? Manche Gebote sind so formuliert, dass es vermeintlich an Kinder gerichtet sei. Die Gebote beginnen mit den Worten „Du sollst…“ und unser Vorsteher machte deutlich, dass die Gebote auch an jeden einzelnen Erwachsenen gerichtet sind! Nutzen wir die Gebote nicht als Drohung im Umgang mit unseren Kindern. Kinder sollen aber erfahren, dass Gott ein liebender, ein liebevoller Gott ist. Machen wir uns bewusst, da ist ein Gott, der es gut mit uns meint. Gerade an schweren Tagen sollen wir uns daran erinnern, dass Jesus uns zusagte „Ich bin bei Euch alle Tage“ und nicht „Ihr werdet alles verstehen“!

Das Gebot „Du sollst nicht töten!“ hatte ursprünglich den Gedanken „Du sollst nicht morden“ aufgegriffen. Wenn zwei Menschen sich nicht umbringen oder ausrauben, bedeutet es nicht, dass sie sich in Liebe begegnen. Wie hat Jesus die Gebote gelehrt? An wen richtet sich die Bergpredigt? Beschreibt Jesus da eine Utopie? Jesus möchte uns nicht überfordern und doch fordert sie uns heraus! Jesus schaut in unser Herz. Wenn da dann Hass und Zorn oder Neid und Ärger zu sehen ist, haben wir unser Blick auf unseren Nächsten vergiften lassen. Unser Gebot möchte also uns sagen, hüten wir nicht nur unsere Brüder und Schwestern, sondern auch unser Herz. Jesus hat sich für uns mit Gott versöhnt und uns sagt er zu: „Gib nicht auf“, sei versöhnlich und vergebe deinen Nächsten. Lassen wir dem anderen Wertschätzung zukommen. Auch diese und dieser ist von Gott geschaffen und geliebt. Und wir wollen einen Schritt zurück gehen und in unser Herz schauen. Auch wenn dort Groll ist, dürfen wir alles an Jesus übergeben!

Unser Priester Toralf Lehmann ergänzte folgende Gedanken: Wenn Blicke töten könnten, da weiß jeder, was gemeint ist. Wir sollten aufpassen, dass dieser Zorn oder Hass, der in dem Augenblick im Herzen steht, nicht aufkommt. Unser Spruch „Komm wie du bist“, gilt dieser auch für den Anderen? Wie gehen wir mit dem Nächsten um? Wir dürfen Gottes Kinder heißen und es ist unsere Aufgabe, Friedensstifter zu sein. Überlege, was du denkt und was du tust! Das Gebot ist also auch die Aufgabe, in Liebe dem Nächsten zu begegnen. Das kann ein liebevoller Gedanke sein, ein Blick oder eine nette Tat unseren Nächsten gegenüber.

Diakonin Josi Apt fügte einen Gedanken, inspiriert aus einem Lied hinzu. Es heißt dort „Jesus zieh mich tiefer, tiefer in die Liebe“. Wir dürfen uns in den Momenten, in denen unser Herz vielleicht gerade nicht die Einstellung hat, die man gerne hätte, in die Hände Gottes begeben. Wenn man Gott gerade nicht nah genug ist, dann darf man Jesus bitten, sich tiefer in diese Liebe fallen zu lassen und um Hilfe bitten.

Am Ende des Gottesdienstes beteten wir auch für das anschließende gemeinsame Mittagessen, denn mit Ende des Gottesdienstes, sollte noch nicht das Ende dieser Gemeinschaft sein. Vielen Dank an unseren Spender aus der Gemeinde, der uns alle zum Mittagessen einlud. Bevor wir aber den Umbau einleiteten, begrüßte unser Vorsteher Henrik und Franka in unserer Gemeinde, denn diese sind vor Kurzem in die Nähe gezogen und bereichern nun unseren Kreis. Herzlich Willkommen auch von unserer Seite!

Nach einem kurzen Umbau wurde nun gemeinsam gegessen, geredet und die Gemeinschaft genossen. Auch der Nachtisch löste große Freude aus und so konnte einer der letzten Sommertage wunderbar genossen werden.

Wir machten uns zwischen Tischreihen und Kieselsteinen auf den Weg und fragten die Gemeinde und Gäste nach ihren Worten, die diesen Vormittag am besten für sie beschreibt. Vielen Dank für eure Antworten:

  • Sehr schön und lehrreich
  • Lehrreich, satt und glücklich
  • Ein Tag voller Glück!
  • Dankbarkeit
  • Sensationell und schöne Gemeinschaft
  • Einfach super klasse
  • Sensationell, lecker, außerordentlich
  • Windig, Wohlbehagen, erkenntnisreich
  • Hat uns gut gefallen, hat gut geschmeckt
  • Gestaunt in der Predigt, was da alles rausgeholt wurde
  • Nach Abendmahl plötzlich windstill, sodass Oblaten nicht weggeflogen sind
  • Beisammensein mit Allen sehr wertvoll
  • Öffne dein Herz
  • Hammer Gemeinde, Hammer Wetter, Hammer Segen
  • Viel Essen, lecker Nachtisch
  • Speise für die Seele und Leib
  • Sehr schöne Location
  • Flair ist wirklich besonders
  • Festlich und trotzdem locker
  • Freudige Grundstimmung
  • Danke an alle die sich hier engagieren

Vielen Dank an das Gemeindegremium, welches bereits seit Anfang des Jahres mit der Planung und Organisation diesen besonderen Gottesdienst vorbereitet hatte. Ein großer Dank geht auch an alle, die mit unterstützt haben beim Aufbau, dem Umbau, der Vorbereitung und Nachbereitung. Getränke wurde gekauft und transportiert, die große Kaffeemaschine bestückt und Kaffee für alle gekocht, der Blumenschmuck passend zum besonderen Altar gestaltet und auch die Technik musste angefahren, aufgebaut und verkabelt werden. Die Telefonübertragung konnte gewährleistet werden, auch hier ein besonderer Dank an unseren Bruder Ralf, der sich um die Technik gekümmert hat. Und auch jedem Einzelnen für jede Fürbitte und das "Mitanpacken"!