Der Vater im Himmel beschenke euch!

Unsere Geschwister Judith und Priester Toralf Lehmann blicken auf 25 Ehejahre zurück und empfangen den Segen Gottes für die kommende Zeit.

Es ist ein sehr gut gefülltes Kirchenschiff, in das Priester Peter Hahne am Sonntagmorgen, dem 26. April 2026, zu Beginn des Gottesdienstes hineintritt. Viele sind gekommen, um einen besonderen Gottesdienst mitzuerleben. Dieser steht unter den Bibeltext aus dem 1. Petrusbrief 3, 13, wo es heißt: „Und wer ist’s, der euch schaden könnte, wenn ihr dem Guten nacheifert?

In seiner Predigt geht Priester Peter Hahne auf diesen Text ein und weist darauf hin, dass zwischen dem dort genannten „Guten“ und Gott stets eine Verbindung besteht. Zum Guten gehöre zweifelsohne, die Gelegenheit zur Begegnung mit Gott in seinem Haus zu suchen. „In diesen Stunden dient Gott uns und wir stellen uns in seinen Dienst“, fasst der Priester die Dualität der Gottesdienste zusammen. Daraus resultiert der Wunsch des Gläubigen, Gutes zu tun, für den Nächsten und für sich.
Priester Hahne wird dann konkret: „Was können wir denn Gutes tun?“ Er macht dies beispielhaft an einer Begebenheit aus der biblischen Geschichte fest, in dem es um die Bekehrung des Paulus geht. Als ein Verfolger der Christengemeinde begonnen wird er zu einem glühenden Verfechter des Wirkens Jesus und zu einem der bedeutendsten Apostel aller Zeiten. Aber die ersten Christen waren skeptisch, als der, der sie noch zuletzt verfolgt hat, plötzlich als Anhänger Jesu zu ihnen kam (vgl. Apostelgeschichte 9, 26f). Ein Barnabas nahm Paulus jedoch auf und sorgte dafür, dass Paulus in der Gemeinde seinen Platz fand. Eine wertvolle Aufgabe und ein gutes Tun, wenn man dafür sorgt, dass jeder in der Gemeinde seinen Platz bekommt, wahrgenommen und nicht ausgegrenzt wird.
In einer Begeisterung für Gott stehen ist ein weiterer Baustein dafür, dass man Gutes tut, so Priester Peter Hahne. „Gutes tun und Liebe üben, gern befolgen seinen (Jesu Christi, Anm. d. Red.) Rat.“ Und weiter: „Schmerzen lindern, Seelen retten, Zeit und Kraft dem Herren weihn“, zitiert Priester Hahne aus dem gemeinsam gesungenen Eingangslied (NGB 238). Es gibt viel zu tun, jeder kann etwas tun und mit einem begeisterten Glauben kann man auch gar nicht anders, als Gutes tun zu wollen, so Priester Hahne in seinen Ausführungen.

Die Predigt wird mit einem Predigtbeitrag von Priester Olaf Apt ergänzt und vertieft, in dem er betont, dass der Impuls aus dem Gottesdienst nichts weniger sei als ein Auftrag Gottes. „Er möchte, dass wir Gutes tun“, so Priester Apt. „Gutes zu tun hat den wunderbaren Nebeneffekt, dass es uns selber auch besser geht“. Das Vertrauen in Gottes Beistand schafft Sicherheit und bestärkt uns in der Entscheidung dafür, Gutes zu tun. „Machen ist wie Wollen, nur besser“, zitiert Priester Apt aus einem Plakat, das er am Tag zuvor gesehen hatte. „Da ist viel Wahrheit dran, es besteht die Gefahr des Zerdenkens, des Bedenkens und des Aufgebens, bevor man angefangen hat. Lasst uns einfach loslegen und Gutes tun!“

Dann ist der besondere Augenblick für das Silberhochzeitspaar Judith und Toralf Lehmann gekommen. Unter den Klängen des vom Jugendchor wunderschön vorgetragenen Liedes „Der Vater im Himmel beschenke euch“ treten die beiden vor den Altar. In seiner Ansprache betont Priester Peter Hahne das Gemeinsame, dass die Eheleute in den vergangenen 25 Jahren immer wieder in den Mittelpunkt ihres Lebens gestellt haben. Gemeinsame Projekte, gemeinsame Herausforderungen, gemeinsame Entscheidungen, das zeichne sie aus. Sie sehen mit Dankbarkeit auf die zurückliegende Zeit zurück, attestiert ihnen Priester Hahne, auch weil die beiden Gott und seinen Segen auf ihre ganz persönliche Art erlebt haben. Danach spendete er den Geschwistern Lehmann den erbetenen Segen Gottes zur Silberhochzeit.

Am Ende des Gottesdienstes wurden dann noch die Kinder der Gemeinde aktiv. Sie sangen ihr Lieblingslied „Volltreffer“ und wurden dabei von der gesamten Gemeinde lautstark unterstützt. Ein schöner Abschluss eines besonderen Gottesdienstes!