Es kann viel passieren in drei Tagen - Rechne mit einem Wunder

Ostergottesdienst 2026 und eine Verabschiedung nach Neuruppin

Halleluja, der Herr ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden!

So oder ähnlich hallt es vor dem Ostergottesdienst im Kirchenschiff zwischen allen Geschwistern, Freunden und Gästen wider. Die Freude ist groß, denn wir werden gemeinsam den Ostergottesdienst feiern am Auferstehungstag und dies unter strahlendem Sonnenschein.

Den Gottesdienst feiert unser Vorsteher Evangelist Andreas Fischer mit 180 Teilnehmenden. Der Bibeltext aus dem  Evangelium des Johannes 20, die Verse 17 und 18 setzt dafür die Grundgedanken. Folgend hier die drei Kernbotschaften in aller Kürze zusammengefasst:

Was wäre, …

1. … wenn unser Leben wie das Kirchenjahr ablaufen würde?
Wir wüssten, dass nach einer Zeit, in der es gerade nicht so gut läuft, nach drei Tagen wieder Sonnenschein käme und wir wieder glücklich, gesund und voller Freude sein könnten. Gerade die drei Tage Karfreitag, Karsamstag und Ostersonntag sind maßgeblich für unser eigenes (Glaubens-) Leben. Unser Vorsteher geht in seiner Predigt auch auf die Andacht vom Karsamstag davor ein. Der Karsamstag: Stillstand, Gott schweigt und die Hoffnung war zerbrochen. Der Ausspruch „A lot can happen in three days“ (Es kann viel passieren in drei Tagen) ist unserem Vorsteher vor Kurzem auf einem T-Shirt aufgefallen und ließ ihn daran denken, dass die Jünger trotz Angst und Perspektivlosigkeit am Karfreitag, trotzdem zu ihm ans Grab gegangen sind. Sie haben das Geschehen vielleicht (noch) nicht verstanden und wollten ihm doch nahe sein. Und am dritten Tage, die Auferstehung, die Kehrtwende, ein neuer Bund. In drei Tagen von Perspektivlosigkeit über Stillstand zum Wunder.

2. ... wenn uns die Angst die Augen vernebelt?
Unser Alltag ist manchmal so ein Karsamstag, viele Probleme, Perspektivlosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Traurigkeit und Hürden. Wer rollt mir den Stein vom Grab, damit ich zu Jesus gelangen kann? Der Stein war damals bereits weggerollt. Was soll uns das sagen? Unser Vorsteher wird hier sehr deutlich:

  • Rechne mit einem Wunder!
  • Rechne mit der Liebe Gottes!
  • Rechne mit der Auferstehungskraft!

3. Die Auferstehung unseres Herrn und Heilands ist eine Tatsache!
Vom Glauben an die Auferstehung hängt der gesamte Glaube ab. Fragen wir uns: Welche Auswirkung hat die Auferstehung für dich? Gerade diese Frage der Kern des letzten Teils der Predigt des Gemeindevorstehers. Lass Jesus dir Zuversicht schenken, lass ihn dir Hoffnung und die Gewissheit schenken: Er hat einen Plan mit dir. Die Begegnung mit Jesus hat Auswirkungen! Und mit seiner Auferstehung und in dem Wissen darüber bekommt auch die Bergpredigt Jesu eine ganz neue Perspektive: Es ist eine Anleitung zum Christsein, für das Miteinander und der Leitfaden, meinem Nächsten zu begegnen.

Priester Christian Baumgart fügt in seinem Predigtbeitrag hinzu, dass Ostern und die Auferstehung nicht mit einem Knall geschehen ist, sondern ganz im Stillen. Niemand stand daneben. Aber aus diesem Geschehen ist Freude entstanden, die alle, die an den Herrn glaubten und bis heute glauben, erfasst. Trauen wir Gott auch heute noch zu, Wunder wirken zu können.

In dem Bußlied, welches fünf Jugendliche vortrugen und das die Predigt zusammenfasst, heißt es: ‚Lege deine Sorgen nieder, lege sie nieder in meine Hand, lass einfach los, lass alles fallen, nichts ist für deinen Gott zu groß. Lege deine Sünden nieder, gib sie mir mit deiner Scham. Du brauchst sie nicht länger tragen, denn ich hab für sie bezahlt.‘

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls und dem Schlusssegen bittet unser Vorsteher unsere Geschwister Monika und Diakon Holger Schulz nach vorne an den Altar. Sie werden die Gemeinde verlassen und künftig in der Gemeinde Neuruppin ansässig sein. Grund genug, sie vor der Gemeinde zu verabschieden. Evangelist Andreas Fischer verabschiedet sie mit "einem freudigen und einem weinenden Auge".

Unsere Schwester Monika würdigt er mit großer Dankbarkeit. Ihr gelebter Glaube, ihre Geduld und ihre ruhige, gelassene Art waren für viele ein stilles, aber umso stärkeres Vorbild. Sie hat unsere Gemeinde auf ihre ganz eigene, wertvolle Weise bereichert. Auch Diakon Holger wird mit viel Wertschätzung verabschiedet. In aller Offenheit spricht der Evangelist davon, dass es unterschiedliche Sichtweisen gab – und gerade darin etwas Schönes lag: Man ist im Gespräch geblieben, hat gemeinsam gerungen und ist dabei als Brüder und Freunde zusammengewachsen. Für sein treues Wirken in unserer Gemeinde gilt ihm ein aufrichtiger Dank. „Holger, du hast dein Herz am rechten Fleck“ – ein Satz, der vieles von dem zusammenfasst, was ihn ausmacht.

Mit einem Gebet, Segen und der Bitte, ‚dass Gott sie mit Liebe und Segen überschüttet begleiten möge', wurde den beiden zum Abschied noch ein Geschenk überreicht und deutlich zu verstehen gegeben: „Unsere Tür steht Euch immer offen!“ 

Liebe Monika, lieber Holger, auch wir wünschen euch alles Gute, Gesundheit und eine tolle Gemeinschaft in Neuruppin!